St.Gallischer Jägerverein Hubertus

Grundsätze

15 Grundsätze für weidgerechtes Jagen

  • Habe Achtung vor der Natur und ihren Geschöpfen. Dazu gehört, dass das Wohl des Ganzen (gesunder Wildbestand, richtige Wilddichte) über dem Schicksal des einzelnen Tieres steht!
  • Sei trotz des oft notwendig harten weidwerks dort, wo es am Platze ist, als Jäger ein echter Tierschützer und Freund der Kreatur!
  • Nicht viel Wild, sondern gesundes und starkes Wild halten; dies gilt vor allem für das Schalenwild.

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  • Halte gute Kameradschaft mit deinen Jagdnachbarn und jage nicht mit Vorliebe an der Grenze!
  • Mache dich frei vom Jagd- und Schussneid! Freue dich vielmehr mit jedem, der wie du Freude an der Jagd haben darf, und über jedes jagdliche Erlebnis, das dein Gefährte hat.
  • Sieh nicht in jedem stillen Wanderer, der durch das Revier kommt, ein Störenfried! Auch er freut sich über das Wild, das er sieht.

frischlinge im januar

  • Treib keinen übertriebenen Trophäenkult! Der beste Jäger ist nicht immer der, der die beste Trophäe erbeutet. Es gehört Glück und Erfolg dazu.
  • Übe grosse Vorsicht im Gebrauch der Schusswaffe und vermeide jede Gefährdung von Mensch und Tier! Halte deine Waffe sauber, denn es ist dein Werkzeug.
  • Schiesse erst, wenn du das Stück Wild, dem dein Schuss gilt, genau angesprochen hast und wenn du dich überzeugt hast, dass sich niemand in der Schussrichtung aufhält!

Baumpilz

  • Schiesse nur auf Entfernungen, innerhalb deren gute Treffsicherheit und Wirkung des Schusses gewiss ist!
  • Ist ein Stück Wild krankgeschossen, mache dich niemals aus dem “Staub”, sondern führe die Nachsuche mit allen zweckdienlichen Mitteln durch, bis es zur Strecke gebracht ist oder Gewissheit besteht, dass es ohne Schaden geblieben ist.
  • Hege auch das Wild, das das ganze Jahr Schonzeit hat, genauso wie das, das du erlegen darfst, und kümmere dich um alle freilebenden Tiere in deinem Revier!

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  • Trage jeden Pirschgang (Niederwild) in deinem Jagdkalender ein, und mache auch ehrliche Angaben im Abschlussplan und in der Nachweisung der Jagdstrecke.
  • Halte dich an die Jagdvorschriften, wie Deine Jagdkameraden, auch wenn du in der Revierverwaltung ein “höhere Position” einnimmst!
  • Vermeide das unnütze Befahren von gesperrten Forststrassen, auch wenn Du im Besitz der Durchfahrtsgenehmigung bist.

auf der pirsch